Unser Projekt
"Tears in Heaven - Hilfe für Kinder in Rumänien"
ist angestoßen worden durch einen tragischen Unglücksfall.
Auf der Rückreise von einem dreimonatigen Praktikum im Kinderkrankenhaus
für Neurologie und Psychiatrie in Lugoj (Rumänien) wurde
meine Tochter Jana Gräfendorf und ihre Freundin Antje Greiner
bei einem Verkehrsunfall getötet. Aus den in Videos festgehaltenen
Eindrücken der Praktikumzeit konnten wir sehen, wie sehr
den beiden Mädchen an einer Fortsetzung der Partnerschaft
mit dem Kinderkrankenhaus gelegen war. Da sie selbst dies nicht
mehr leisten konnten, haben wir mit Hilfe der beiden Kirchen ein
Projekt ins Leben gerufen, dass ihr begonnenes Werk fortführt.
Im Frühjahr 1998 haben wir einen kleinen Hilfstransport in
das Psychiatrische Kinderkrankenhaus durchgeführt und uns
bei dieser Gelegenheit von den uns durch die Mädchen bekannten
menschunwürdigen Verhältnissen dort überzeugen
können. Das hat uns die Kraft gegeben, seitdem jährlich
zwei Hilfstransporte zu organisieren und durchzuführen. In
vielen persönlichen Begegnungen mit kranken Kindern und Jugendlichen,
Waisen und dem Personal wurden wir darin bestärkt, die Transporte
zu intensivieren.
Im Psychiatrischen Kinderkrankenhaus sind über 300 Kinder
und Jugendliche aus verschiedenen Gründen untergebracht,
diese beginnen bei schwersten geistigen und körperlichen
Schäden und reichen darüber hinaus zu Kindern die verwaist
sind oder von den Eltern nicht mehr betreut werden. Am Rande unseres
Weges nach Lugoj haben wir oft andere Projekte und Einrichtungen
entdeckt, denen Hilfe und Zuwendung ebenso notwendig zukommen
müsste.
Unser Projekt baut - sowohl in Deutschland als auch in Rumänien
- vollkommen auf ehrenamtliche Mitarbeit auf und erlaubt es durch
persönliche Kontakte zunächst wirklich dringende Notlagen
zu entdecken und dann konkret Hilfe zu leisten, ohne dass aufwendige
Verwaltungsarbeiten anfallen oder die Kosten unnötig steigen.
Aus früher nur spontanen Aktionen ist ein Kreis entstanden,
der über lange Zeit des Jahres die Transporte vorbereitet
und plant.
In Rumänien
selbst sorgen wir mit deutschen Ehrenamtlichen und rumänischen
Helfern dafür, dass die Kinder und Jugendlichen sehr persönlich
und sicher die ihnen zugedachte Hilfe erhalten. Hier wird immer
dafür gesorgt, dass die Kinder und Jugendlichen altersgemäß
eingekleidet und ohne Unterschied mit Geschenken und (sehr begehrten)
Süßigkeiten versorgt werden.
Inzwischen sind die Kindereinrichtungen im Rahmen der EU -PHARE-Projekte
renoviert worden und die Kinder werden nun betreut und nicht mehr
verwahrt. Eine große Genugtuung für uns, die das Schicksal
dieser bislang ausgegrenzten Heranwachsenden erleben durften.
Wir unterstützen die Heime weiter durch Spenden und mit dem
Zukauf von Lebensmitteln Süßigkeiten, Schokolade und
Obst und Gemüse, die wir jetzt auch vor Ort in der "METRO"
zu günstigeren Preisen kaufen können. Auch Medikamente
und Ausrüstungen für Behandlungszimmer wurden mit Unterstützung
des ROTARY-Clubs Mühlhausen übergeben.
Durch unsere
Kontakte zu Carmen Dolog (deutsch-rumänische Psychologin)
werden besonders Familien im Armenviertel von Lugoj betreut. Sie
erhalten regelmäßig Kleidung und kleine Lebensmittelpakete.
Im September 2003 wurde durch unsere Mithilfe in Zusammenarbeit
mit dem Kinderhilfsprogramm des Vereins "Wundertüte"
e.V. Essen und
"Hilfswerk Perspektive für Kinder" aus der Schweiz
ein Tageszentrum für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche
in Lugoj (CASA JANA) gegründet. Unter "sozial benachteiligten
Kindern" werden diejenigen verstanden, die aufgrund widriger
wirtschaftlicher, kultureller oder erzieherischer Bedingungen
Lernschwierigkeiten haben, straffällig geworden sind oder
Probleme beim Finden einer Lehrstelle haben. Viele Kinder und
Jugendliche sind in dieser Situation, häufig landen Kinder
mit Lernschwierigkeiten in der Neuropsychiatrie. In Lugoj gibt
es keine Institutionen oder sozialen Dienste, die sich professionell
der Verbesserung der Lebensqualität dieser Kinder und ihrer
Familien annehmen. In diesem Tageszentrum soll die Übernahme
und Betreuung der Kinder nach der Schule erfolgen, ein Mittagessen
und Abendbrot angeboten werden, individuelle Betreuung bei den
Hausaufgaben und der Nachholung schulischer Defizite erfolgen
sowie Angebote alternativer Freizeitgestaltung gemacht werden.
Darüber hinaus sollen auch Familiengespräche mit den
betroffenen Eltern geführt und die Bemühungen um Lehrstellensuche
unterstützt werden.
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| Dietmar Vattrodt und fleißige Helfer beim Einkleiden der Kinder |
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| Das Haus Lebensquell in Dudestii Noi nach dem Umbau |
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| Die ROTARY-Clubs RC Timisoara und RC Mühlhausen unterstützen Schwester Chiquita beim Sanieren des Hauses" Lebensquell" in Dudestii Noi |
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last update: 09.08.2006